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Zwei Brüder, die nicht Schweizerbürger wurden

Johann Georg Mattmüller stammt aus einer kinderreichen Familie. Vielleicht wanderte er deshalb 1890 aus Deutschland aus und liess sich in Appenzell nieder. Obwohl er dort auch heiratete, sich für sozial Schwächere einsetzte, mithalf, den örtlichen Konsumverein zu gründen, als Kommissionsmitglied im Grütliverein amtete, Mitglied der Feuerwehr und des Alpsteinklubs war, somit bestens integriert und engagiert, blieb er deutscher Staatsangehöriger und bewarb sich nicht um das Schweizer Bürgerrecht.

Übrigens auch sein Bruder Karl Simon nicht, der in Wohlen AG ein Coiffeurgeschäft betrieb.

Das Geheimnis ist aufgeklärt

Aus der zweiten, sehr kurzen Ehe meiner Grossmutter väterlicherseits resultierte ein Kind, dessen Existenz zwar bei den Halb- und Stiefgeschwistern bekannt war.  Seine Mutter verschwieg aber zeitlebens, ob es sich um ein Mädchen oder einen Knabe handelte. Dieses Thema war in der Familie absolut tabu. Bekannt war nur, dass das Kind wenige Tage nach der Geburt „verschwand“.

Das „Geheimnis“ ist nun gelüftet. Offen bleibt, wie der Lebensweg von Jakob Traugott ALBRECHT, so hiess das Kind, aussah. Das Kapitel „Zweite Ehe“ klärt auf.

Aussereheliches Kind „aufgetaucht“

Im Geburts- und Todesregister des Zivilstandskreises Berg TG ist Klara Mattmüller, eine aussereheliche anerkannte Tochter meines Grossvaters Jakob Martin Mattmüller 1884-1921 erwähnt. Klara wurde am 20. August 1913 geboren. Ihre Mutter, Rosina Wehrli, Bürgerin von Mauren TG, war bei der Geburt 18 Jahre alt. Gemäss Eintrag im Geburtsregister anerkannte der Vater sein Kind „mit Urkunde von früher“. Klara verstarb drei Tage nach der Geburt an „Lebensschwäche“.

Die Stammtafel der Mauren Linie wurde entsprechend ergänzt.