Zwei Brüder, die nicht Schweizerbürger wurden

Johann Georg Mattmüller stammt aus einer kinderreichen Familie. Vielleicht wanderte er deshalb 1890 aus Deutschland aus und liess sich in Appenzell nieder. Obwohl er dort auch heiratete, sich für sozial Schwächere einsetzte, mithalf, den örtlichen Konsumverein zu gründen, als Kommissionsmitglied im Grütliverein amtete, Mitglied der Feuerwehr und des Alpsteinklubs war, somit bestens integriert und engagiert, blieb er deutscher Staatsangehöriger und bewarb sich nicht um das Schweizer Bürgerrecht.

Übrigens auch sein Bruder Karl Simon nicht, der in Wohlen AG ein Coiffeurgeschäft betrieb.

Nachkommen von Jakob Traugott Albrecht, geb. 4.12.1923 gesucht

Jakob Traugott Albrecht wurde am 4. Dezember 1923 als Sohn von Siegfried Albrecht (deutscher Staatsangehöriger) und Emma Mattmüller, geb. Preisig (meine Grossmutter väterlicherseits), in Herisau AR geboren. Bereits 10 Tage nach der Geburt wurde die Ehe geschieden und Jakob Traugott seinem Vater zugesprochen, da seine Mutter bereits 4 Kinder aus erster Ehe zu versorgen hatte. Jakob Traugott ist ein Onkel von mir.

Blieben Vater und Sohn in der Schweiz? Wo wuchs Jakob Traugott auf? Hatte er Familie? Wo wohnte er? Sein Vater verstarb 1956 in D-Lindau. Ich suche Kontakt zu seinen Verwandten.

 

Das Geheimnis ist aufgeklärt

Aus der zweiten, sehr kurzen Ehe meiner Grossmutter väterlicherseits resultierte ein Kind, dessen Existenz zwar bei den Halb- und Stiefgeschwistern bekannt war.  Seine Mutter verschwieg aber zeitlebens, ob es sich um ein Mädchen oder einen Knabe handelte. Dieses Thema war in der Familie absolut tabu. Bekannt war nur, dass das Kind wenige Tage nach der Geburt „verschwand“.

Das „Geheimnis“ ist nun gelüftet. Offen bleibt, wie der Lebensweg von Jakob Traugott ALBRECHT, so hiess das Kind, aussah. Das Kapitel „Zweite Ehe“ klärt auf.